Samstag, 21.09.2019 00:55 Uhr

WEC: Toyota gewinnt im Schnee Herstellertitel vorzeitig

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Spa-Francorchamps (BEL), 04.05.2019, 21:40 Uhr
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Toyota Nr. 8
Toyota Nr. 8  Bild: Markus Faber

Spa-Francorchamps (BEL) [ENA] Es gab beim traditionsreichen sechs-Stunden Rennen der World Endurance Championship (WEC) im belgischen Spa-Francorchamps einen erwarteten Triumph für Toyota. Aber bis dahin musste das siegreiche Trio Alonso/Buemi/Nakajima #8 Schnee, Regen und diverse Safety-Car Phasen überstehen.

Beim vorletzten Lauf der "Supersaison 2018/19“ WEC holten sie ihren vierten Saisonsieg, während die Teamkollegen Mike Conway (GBR), Kamui Kobayashi (JPN) und Jose-Maria Lopez (ARG) nur Sechste wurden. Der Start am Nachmittag erfolgte bei trockenen Bedingungen und sogar ein wenig blauer Himmel mit Sonnenschein. Bereits in der zweiten Runde aber kam der vorhergesagte heftige Regen gemischt mit Graupel, sodaß die Boxengasse schon recht früh zu einem Verkehrsknotenpunkt mutierte.

Nachdem alle Teams ihre Fahrzeuge mit Regenreifen versorgt hatten, konnte sich zwischen den beiden Toyotas der Rebellion mit #3 und Thomas Laurent (FRA) am Steuer schieben. Aus heftigem Regen wurde in der 9. Runde Schnee, sodaß sich die Rennleitung entschied das Safety-Car auf die Strecke zu schicken. Eine absolut richtige Entscheidung. Am Ende der Runde 16 und nach 50 Minuten Renndauer, war der Weg frei für Renntempo. Schon nach La Source übernahmen die beiden Hybrid-Toyotas wieder die Führung. Aber nach einer Stunde war das Safety-Car wieder auf der Strecke. Nach einer Kollision vor La Source zwischen byKolles LMP1 und #37 LMP2 Signatech Alpine Matmut Team, touchierte Tom Dillmann im privaten byKolles die Mauer.

Der Franzose streifte mehrere Werbebanner von der Mauer herunter, die sich anschliessend auf der Strecke wiederfanden. Zu gefährlich für die Fahrer gerade an dieser prominenten Position der Strecke. Nach der Safety-Car Phase und Pit-Stop, gab es neuen führenden. Ausgerechnet Lokalmatador Stoffel Vandoorne im SMP LMP2 Racing lag vor dem Alpine Matmut mit #36 und schnupperte Führungsrunden. Aber schon nach kurzer Zeit kämpfte sich Mike Conway (GBR) im Toyota #7 durch das Feld an die Spitze.

Toyota machte einen strategischen Fehler bei der #8 und verpasste es, auf Slicks zu wechseln. Bis er sich durch das ganze Feld gearbeitet hatte, hatte er 50 Sekunden Rückstand auf das Schwesterauto. Doch kurz vor Rennhälfte fiel die Entscheidung, als der Toyota #7 mit einem Sensorproblem im Bereich der Energierückgewinnung in die Garage geschoben werden musste. "Sie waren das schnellste Fahrzeug auf der Strecke. Es tut mir leid für sie", sagt Rob Leupen, Geschäftsführer der Toyota Motorsport GmbH (TMG). "Es war ein Problem mit dem Sensor der elektronischen Bremse im Bereich des Hybridantriebs."

Conway/Kobayashi/Lopez verloren durch die Reparatur vier Runden, der Weg für die #8 war frei. In der Schlussphase drehte das Wetter dann wieder am Rad: Ein weiterer Schneeschauer, Es wurde so kalt, dass sogar die Regenreifen nicht einwandfrei arbeiteten und 100 Minuten vor Schluss brachte erneut das Safety-Car auf die Strecke. Der Toyota #8 hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Runde Vorsprung auf die Konkurrenz rausgefahren und war damit sicher.. Der Sieg sorgte auch dafür, dass Toyota offiziell Teamweltmeister ist.

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