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Ehrung Mieczyslaw Weinberg zum 100. Geburtstag

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens München, 18.05.2019, 03:43 Uhr
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The Jewish Chamber Orchestra Munich
The Jewish Chamber Orchestra Munich  Bild: jcom.de

München [ENA] Mit einem einwöchigen Festival begeht das Jewish Chamber Orchestra den 100. Geburtstag von Mieczyslaw Weinberg. Die Feier findet vom 20. – 26.05.2019 in München und Elmau statt. Damit erfolgt eine Wiederentdeckung eines vergessenen Genies. Immerhin sorgte im Jahre 2010...

...die szenische Uraufführung von Mieczyslaw Weinbergs Oper “Die Passagierin” bei den Bregenzer Festspielen für eine Sensation. Doch das Jewish Chamber Orchestra München sieht in dem 1996 verstorbenen Künstlers noch keine angemessene Würdigung von Mieczyslaw Weinberg. Er hätte immerhin im kommenden Dezember seinen 100. Geburtstag gefeiert. Weinberg war ein äußerst produktiver und vielseitiger Komponist.

Ein produktiver und vielseitiger Komponist

Immerhin sind 154 seiner Werke bis heute erhalten. Darunter befinden sich 22 Symphonien, 4 Kammersymphonien, 6 Opern – dazu gehört auch die Oper “Lady Magnesia” - sowie Ballette, Film- und Zirkusmusik. Auf Grund seiner jüdischen Herkunft floh Weinberg vor den Nazis aus seiner Heimat Polen in die Sowjetunion. Aber dort wurde er während der Stalinherrschaft verfolgt.

Festival-Highlight kommt zur Aufführung

Der Höhepunkt der Festival-Woche ist die Aufführung der einaktigen Kammeroper “Lady Magnesia” am 23. Mai 2019 in den Münchner Kammerspielen. “Weinberg ließ sich beim Komponieren des absurd-komischen Werkes durch barocke Klänge, Unterhaltungsmusik, Tänze und Jazz inspirieren”, erklärte der Gründer und künstlerische Leiter des Kammerorchesters Daniel Grossmann. “Sein Libretto basiert auf der Farce Passion, Poison and Petrifaction des irischen Dramatikers George Bernhard Shaw”, ergänzte Daniel Grossmann.

Dirigent Daniel Grossmann (Jewish Chamber Orchestra Munich)

In diesem Werk geht es um Ehebruch und Mord. Erst 2009 erlebte “Lady Magnesia” beim Weinberg-Festival in Liverpool ihre konzertante Uraufführung. 3 Jahre später brachte sie das Theater Erfurt erstmals in einer szenischen Fassung auf die Bühne. In der Hauptrolle tritt die Sopranistin Susanne Bernhard auf.

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