Montag, 17.06.2019 18:33 Uhr

Europawahlen sind Klimawahlen

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Berlin, 22.05.2019, 07:46 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 4591x gelesen
Jugendliche fertigen Plakate und Flyer in Vorbereitung der Europawahl.
Jugendliche fertigen Plakate und Flyer in Vorbereitung der Europawahl.  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Auch dieser "Friday for Future" war in Berlin wieder etwas Besonderes. Die Jugendlichen gestalteten ihre Forderungen auf Plakate und Flyer zur kommenden Europawahl um zu dokumentieren, dass nur die Partei wählbar sei, die konkret den Klimaschutz auf ihre Fahnen schreibt. Akzente wurden gesetzt.

Es bleibt bemerkenswert, dass nach wie vor die "Fridays for Future" nichts an ihrer Attraktivität verloren haben. Im Gegenteil. Schüler*innen stehen immer stärker in Front mit den Studenten aus den Uni´s und Technischer Hochschule. Dieses, immer breiter werdende Teilnehmerspektrum erhält auch solche Losungen, die ständig skandiert werden: "Streik in der Schule, Uni und Betrieb - unsere Antwort auf die Klimapolitik." Aber auch Pädagogen meldeten sich zu Wort, die sich ebenfalls zu Gunsten der Streikenden solidarisieren und vernetzen. Ein interessantes Beispiel gibt die "Katholische Schule Herz Jesu". 18 Drittklässler waren in der Begleitung von Susanne Kilian präsent.

Im Interview erklärte Frau Kilian in Übereinstimmung mit der Schulleitung und den betreffenden Eltern zu handeln. Beeindruckend waren auch die kurzen und selbstbewußten Statements, die 3 von ihnen per Mikrofon den Klimastreikenden zu Kenntnis gaben. Die Songs von Klaus Freudigmann mit der Gitarre vorgetragen zu den aktuellen Problemen der Klimapolitik, wie eine weitere Band, sorgten für die ausgelassenen Stimmung. Die Aufrufe, sich an der Großveranstaltung am 24. Mai 12.00 Uhr zu beteiligen, waren stets mit Zustimmung verbunden. Zu dieser Veranstaltung werden bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet. Es bleibt daher unbestritten, dass diese Großveranstaltung vor der historischen Kulisse Einfluß auf den Wahlausgagng haben wird.

Ebenso unbestritten bleibt die einmalige Kreativität in der Aussage und Gestaltung der selbst gefertigten Plakate, auszugsweise dargestellt. Diese Plakate zeigen, dass umfangreiche Diskussionen im Vorfeld der Demonstrationen stattgefunden haben, die letztlich in der Plakataussage stets versuchen, den Kern des Problems zu verdeutlichen. Kurz - prägnant - aussagekräftig - jugendliche Kreativität, geboren aus der Auseinandersetzung mit dem Problem des Klimawandels. Die Freitagsdemonstration am 24. Mai vor dem Brandenburger Tor wird auf jeden Fall als die größte Jugenddemonstration von Schüler*innen und Studenten*innen ihren Platz in der deutschen Geschichte finden.

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